Eine Hommage an die Blumenfrau Bertha Klingberg

Unser Vereinshaus trägt den Namen
"Bertha-Klingberg-Haus"

Aber wer war Bertha Klingberg, und wie kam es zu der Namensgebung?

Blumenfrau Bertha Klingberg wurde am 21. Oktober 1898 in Hamburg geboren.
Aufgewachsen ist sie jedoch bei ihren Großeltern in Bützow.
Oft zog es sie nach Schwerin, ihre Lieblingstante wohnte hier.
Schon als kleines Kind entdeckte Bertha Klingberg ihre Liebe zur Natur und ihre Leidenschaft zu Blumen.

Eine Hommage an die Blumenfrau Bertha Klingberg

Die gab es in Schwerin vor allem im Schlossgarten, der aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch einen Zaun abgetrennt war. Als zehnjähriges Mädchen kletterte sie eines Tages einfach mal rüber und betrachtete die herzogliche Blumenpracht. Dies blieb natürlich nicht unbemerkt. Ein älterer Herr, es war der Großherzog Friedrich-Franz II, erwischte sie dabei und sprach sie an. Angetan von der Kleinen erlaubte er ihr, jederzeit durch den offiziellen Eingang zu gehen und sich an den Blumen zu erfreuen. Bertha Klingberg bezeichnete dies als eines ihrer schönsten Erlebnisse. Ihre Liebe zu den Blumen machte sie zu ihrem Beruf. Mit 14 Jahren begann sie in Rostock eine Lehre als Blumenbinderin. Der erste. Weltkrieg brachte auch für ihr Leben einen schweren Einschnitt: Ihr Ehemann starb an den Folgen einer schweren Verwundung. Bertha Klingberg zog mit ihrem Sohn nach Schwerin. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie durch den Verkauf ihrer eigenen Gartenprodukte auf dem Schlachtermarkt. Der erste Kunde war 1945 ein russischer Offizier, der an ihrem heimischen Garten Blumen kaufte und sie erst auf die Idee brachte, dies auch hauptberuflich zu tun. Klingbergs Kundenkreis wuchs schnell. Und immer trug sie beim Verkaufen ihre farbenfrohe Tracht. Die Blumenfrau kannte ihre Kunden, die Kunden kannten sie und schlossen die Schweriner Blumenfrau in ihr Herz.