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SVZ 12.12.2007 Eine Hommage an die Blumenfrau

SVZ v. 12.12.2007 Hommage an die Blumenfrau

Unser Vereinshaus, Haus der Behinderten und Senioren erhält den Ehrennamen "Berta-Klingberg-Haus".














Express 26.09.2009 Zum 108. Geburtstag der Blumenfrau

Schweriner Express v. 26.09.2009

Unser Vereinshaus, Haus der Behinderten und Senioren erhält den Ehrennamen "Berta-Klingberg-Haus".















SVZ 09.11.2010 Im Rollstuhl durchs Treppenmeer
"Meine Handgelenke tun weh und am schlimmsten ist es, bergauf zu fahren", sagt Josephin Groth. Am Montagnachmittag fährt sie zum ersten Mal im Leben mit einem Rollstuhl. Auf dem Fußweg in der Arsenalstraße muss sie aufgeben. Nach einigen Versuchen, rückwärts den Anberg hochzukommen, lässt sie sich doch lieber schieben. "Aber ansonsten ist es im Rollstuhl ganz lustig", sagt die 19-Jährige, die mutig auch mal länger auf der Fahrbahn der Wismarschen Straße steht, weil sie den Bordstein nicht hochkommt. Fremde Menschen um Hilfe zu bitten, ist nicht so ihr Ding. Doch auch das gehört zum Lern-Programm dieses Tages, das Erika Dittner vom Behindertenverband für eine Gruppe von 30 Jugendlichen zusammengestellt hat. Die jungen Leute absolvieren gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr und sind beim Internationalen Bund (IB) zu Seminarwoche "Leben mit Unterschieden" zusammengekommen. Mal schnell von der Bank ein bisschen Geld holen, dann noch Tabletten in der Apotheke kaufen und auf dem Weg nach Hause einen Snack im Schnellimbiss holen - was für die meisten Menschen zu einem schnellen Stadtbummel gehört, ist für Erika Dittner oft eine logistische Meisterleistung. Es braucht Zeit und Überlegungen; einiges klappt auch gar nicht. Die 64-Jährige ist meistens im Elektro-Rollstuhl unterwegs. Seit Jahren macht sie sich in Behindertenbeirat und Verbänden dafür stark, dass Schwerin barrierefreier wird. "Wir haben schon viel erreicht", sagt Erika Dittner und schwärmt von Nahverkehr und Stadthaus. Doch wenn sie zum Beispiel die Wismarsche Straße entlang rollt, bleibt sie vor vielen Geschäftseingängen stehen. "Diese Stufen kann ich nur überwinden, wenn ein kräftiger Mensch hilft", sagt sie. Viel weiter kommt sie oft nicht. In einigen Läden ist die Ware so gestellt, dass nicht genug Platz für einen Rolli-Fahrer bleibt. "All unseren Test-Personen ist erst im Rollstuhl aufgefallen, wie viele Stufen es in Schwerin gibt", sagt Anja Fox, die beim IB die Freiwilligendienste betreut. "Sie waren erstaunt, wie schwierig es ist, mit Rollstuhl in viele Geschäfte zu kommen. Und auch auf Kopfsteinpflaster hatten einige Probleme. Als positiv haben sie aber die Hilfsbereitschaft der Schweriner beurteilt." Hilfe in Anspruch zu nehmen, gehört für Erika Dittner zum Alltag. "In der Sparkasse auf dem Dreesch beschäftige ich immer gleich mehrere Leute, um durch die Doppelflügeltür zu kommen", sagt sie lächelnd. Erika Dittner kann viel erzählen von den winzigen Kleinigkeiten, die das Leben eines Mobilitätsbehinderten von anderen unterschieden: Um mit der Bahn zu fahren, muss sie sich Tage im Voraus anmelden. Um ins Kino zu kommen, muss sie den versteckten Hintereingang kennen. Wenn sie über Kopfsteinpflaster holpert, dann fühlt sie die Vibrationen bis ins Gehirn. Gibt es noch einen besonderen Veränderungswunsch, den sie für Schwerin hat? Erika Dittner muss nicht lange nachdenken: "Wir brauchen dringend mehr barrierefreie Wohnungen." 14. April 2010 | Von: Maren Ramünke-Hoefer
Leben mit einer Behinderung
Wer gilt als behindert, wer als schwerbehindert?

Das Sozialgesetzbuch (SGB) IX definiert das folgendermaßen: "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist." Schwerbehinderte sind Personen, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind und deren Grad der Behinderung (GdB) nicht nur vorübergehend wenigstens 50 beträgt.
Wo beantragt man die Feststellung einer Behinderung?
Zuständig für die Feststellung sind in Mecklenburg-Vorpommern die Versorgungsämter. Für die Anträge gibt es Vordrucke, die man im Internet auf der Seite der übergeordneten Behörde, des Landesgesundheitsamtes, findet (www.lagus.mv-regierung.de, Stichwort Soziales). Möglich ist es aber auch, die Feststellung der (Schwer)Behinderung formlos zu beantragen. Das Versorgungsamt sendet dem Antragsteller dann die entsprechenden Formulare zu. Und es bestätigt den Eingang des formlosen Antrages - das kann beispielsweise von Bedeutung sein, wenn es um den besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte geht. Einen positiven Bescheid auf den Antrag vorausgesetzt, gilt der Kündigungsschutz nämlich rückwirkend ab dem Tag der Antragstellung. Grundsätzlich gilt allerdings: Wer sofort das richtige Antragsformular ausfüllt, spart Bearbeitungszeit und bekommt also früher Bescheid. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Vordrucke auch telefonisch anfordern, beim Versorgungsamt Schwerin unter (0385 ) 3991-0 bzw. beim Versorgungsamt Rostock unter (0381) 122-1500.
Ist es schwer, das Antragsformular auszufüllen?
Nein. Allerdings sollte man einen Überblick über (Fach-)Arztbesuche, Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte der letzten zwei Jahre haben - denn die entsprechenden Daten sind detailliert anzugeben. Außerdem muss angegeben werden, wo sich weitere medizinische Unterlagen befinden - beispielsweise bei der Berufsgenossenschaft, dem Rentenversicherungsträger oder der Arbeitsagentur. Ganz wichtig ist, dass der Antragsteller alle genannten Behandler und Behörden von der Schweigepflicht entbindet, damit das Versorgungsamt sich dort Auskünfte einholen kann, die zur Bewertung des Falls wichtig sind. Beachtung verdient die Frage, ab wann gegebenenfalls die Behinderung anerkannt werden soll. Hier hat man die Wahl zwischen dem Tag der Antragstellung oder einem davor liegenden Tag. Letzteres kann sich empfehlen, wenn Nachteilsausgleiche wie der Zusatzurlaub für Schwerbehinderte oder steuerliche Erleichterungen in Anspruch genommen werden sollen. Sie werden nämlich nur entsprechend dem Anteil am Kalenderjahr gewährt, in dem die (Schwer-)Behinderung als festgestellt gilt.
Von wem kann man sich beim Ausfüllen helfen lassen?
Hat der Antragsteller einen gesetzlichen Betreuer, darf dieser in seinem Namen den Antrag stellen. Es ist aber auch möglich, einen Rechtsanwalt, einen Gewerkschaftssekretär oder den Vertreter eines Behindertenverbandes mit der Antragstellung und der Wahrnehmung seiner Interessen zu betrauen. Minderjährige dürfen erst ab 16 Jahren selbst einen Antrag stellen, vorher müssen das ihre Eltern als gesetzliche Vertreter für sie übernehmen.
Was tun, wenn sich die Gesundheit verschlechtert?
Ist eine Veränderung des GdB um mindestens zehn Prozent zu erwarten oder soll bei bereits anerkannter Schwerbehinderung auch noch ein (weiteres) Merkzeichen beantragt werden, ist ein Neufeststellungsantrag zu stellen.
Wie lange dauert die Bearbeitung eines Antrages?
Die durchschnittliche Bearbeitungszeit liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei zweieinhalb Monaten - das ist bundesweit die zweitkürzeste Zeit. In Sachsen warten Antragsteller zum Beispiel neun Monate auf einen Feststellungsbescheid, in Berlin sechs. Entschieden wird durch die Sachbearbeiter des Amtes unter Hinzuziehung spezieller Gutachter "nach Aktenlage", ein persönliche ärztliche Begutachtung erfolgt nur in sehr wenigen komplizierten Einzelfällen.
Was kann man dem Bescheid entnehmen?
Im Bescheid steht, welcher Grad der Behinderung dem Antragsteller zuerkannt wird. Berücksichtigt werden dabei nur die im Antrag genannten Gesundheitsstörungen. Allerdings wird ein Bescheid erst ab einem GdB von 20 erteilt. Die Abstufung steigert sich dann in Zehnerschritten. Ab einem GdB von 50 gilt eine Person als schwerbehindert; erst dann wird auch ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Wird lediglich ein Grad der Behinderung zuerkannt, ist der Ausweis grün, wird außerdem - wie beantragt - ein Merkzeichen zuerkannt, erhält man einen grün-orangen Ausweis. Übrigens ist es allein dem nun bestätigten Behinderten überlassen, ob er den Inhalt des Feststellungsbescheides anderen - beispielsweise dem Arbeitgeber - zur Kenntnis gibt.
Was tun, wenn man nicht einverstanden ist?
Wie bei jedem behördlichen Bescheid hat der Antragsteller ein Widerspruchsrecht. Die dabei einzuhaltende Rechtsbehelfsfrist ist dem Bescheid zu entnehmen. Wird dem Widerspruch nicht entsprochen, kann man dagegen vor dem Sozialgericht klagen.
(09. November 2010 Von: Karin Koslik)


SVZ 21.03.2011 Weniger Geld für Behinderten-Haus
Empörung beim Schweriner Behindertenverband: Statt bisher 25 000 Euro erhält der Verband nach eigenen Angaben in diesem Jahr nur noch 20 000 Euro von der Stadt als Zuschuss für das Haus der Behinderten und Senioren (Bertha-Klingberg-Haus) im Mueßer Holz. Was den Verbandsvorsitzenden Manfred Rehmer besonders ärgert, ist die Begründung für den an gesetzten Rotstift: Der Behindertenverband stelle seine Räume auch anderen Vereinen zur Verfügung und könne Einnahmen aus Miete und Pacht erzielen, heißt es in der Streichliste der Stadt. Knapp 1300 Euro habe der Verband im vergangenen Jahr an Miete eingenommen, berichtet Schatzmeisterin Erika Dittner. 20 Euro koste die Stunde im Bertha-Klingberg-Haus. Mehr könnten die sozialen Vereine, die die Räume für Feiern und andere Anlässe nutzten, auch nicht aufbringen. "Wollten wir 5000 Euro im Jahr zusammenbekommen, müssten wir 100 Euro für die Stunde verlangen, aber dann würde niemand mehr bei uns anfragen", sagt Verbandsvorsitzender Rehmer, der auch Chef des Schweriner Behindertenbeirats ist. Wie soll es nun weitergehen? 12 000 Euro habe der Behindertenverband in der Vergangenheit selbst an Miete für das Klingberg-Haus gezahlt, rund 10 000 Euro an Heizkosten - in beiden Fällen an städtische Unternehmen, die Wohnungsgesellschaft Schwerin und die Stadtwerke, so Rehmer. Darüber hinaus gäbe es noch weitere Nebenkosten. Zwar fördere auch das Land das Haus mit 6500 Euro im Jahr, doch dieses Geld sei für die verschiedenen Angebote im Haus bestimmt. Eine Gesellschaft müsse sich daran messen lassen, wie sie mit ihren schwächsten Mitbürgern umgehe, erklärt der Vorsitzende des Behindertenverbandes. Im Klingberg-Haus würden vielfältige Aktivitäten angeboten - von Deutsch-Kursen für Migranten über Musikveranstaltungen und Kaffeenachmittage bis zum Gedächtnistraining. Das Haus in der Max-Planck-Straße sei außerdem der Sitz der von Stadt und Land geförderten Beratungsstelle des Behindertenverbandes. "Allein im vergangenen Jahr wurden fast 740 Gespräche geführt", so Rehmer. "Wir wollen das Bertha-Klingberg-Haus unbedingt am Leben erhalten", betont der Vorsitzende des Behindertenverbandes. Die finanziellen Rahmenbedingungen seien aber durch die Kürzung des Zuschusses der Stadt deutlich schwieriger geworden.
(21. März 2011 Von: Christian Koepke)


SVZ 03.06.2015 Verband setzt sich seit 25 Jahren für Menschen mit Behinderung ein

Bericht der Schweriner Volkszeitung v. 03.06.2015

Unter dieser Überschrift erscheint im Nachgang unserer Festveranstaltung eine Pressemitteilung.
Zitat:

"MUESSER HOLZ "Dieser Verband hat das Leben von Menschen mit Behinderung in Schwerin verändert, aber auch das Leben von Menschen ohne Behinderung. Diesewer Verein hat Schwerin verändert." betonte Stadtvertrewter Helmut Holter, Fraktionsvorsitzender der Linken im Landtag, gestern beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Behindertenverbandes. Auch SPD-Landtagsabgeordneter Jörg Heydorn lobte, es sei viel im Interesse der Menschen erreicht worden. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow brachte es auf den Punkt: Verschieden zu sein, sei für die meisten Schweriner längst normal.
Verbandsvorsitzender Manfred Rehmer unterstrich in seinem Rückblick, dies alles - wie etwa der barrierefreie Nahverkehr - sei nur dank guter Partner in der Stadt und vieler Mitstreiter erreicht worden. Er bedankte sich mit Blumen bei Helga Seehase, Gertraud Buhlke, Helga Brückner, Renate Zahn, Monika Kubisch, Maria Kaspar und Reiner Leupold sowie bei den Mitarbeitern des Bertha-Klingberg-Hauses Hannelore Scheibe, Hannelore Groth und Charline Diamantidis. Mit Ehrenurkunden ausgezeichnet wurden die Gründungs- und langjährigen Vorstandsmitglieder Erika Dittner, Annemarie Hess und Manfred Rehmer.
bert"

SVZ 21.10.2015 Die Zeitung berichtet von unserem Herbstfest

Bericht der Schweriner Volkszeitung v. 21.10.2015

Mit diesem Artikel berichtete die Schweriner Volkszeitung über unser Herbstfest und erinnerte zugleich an den 117. Geburtstag unserer Namensgeberin Bertha Klingberg.










Turmblick, August 2017 Nr. 3 (60) 16. Jahrgang
Am 07. Juni führte der Behindertenverband Schwerin e.V. einen Tag der offenen Tür durch. Der Schweriner Turmblick, die Zeitung für den Großen Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz informierte.

Bericht Turmblick Schwerin zum Tag der offenen Tür 2017


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